Psychotherapie ist kein Luxus – sondern medizinische Notwendigkeit.
Wir fordern: Eine faire Vergütung für alle psychotherapeutischen Berufe und die Sicherstellung der bedarfsgerechten Versorgung gesetzlich Versicherter.
Beim Bundestag wurde eine Petition für die Sicherstellung der ambulanten Psychotherapie gestartet. Diese kann bis zum 09.06. mitgezeichnet werden.
Wenn Du diese unterstützen möchtest (jede Stimme zählt!) klicke auf den folgenden Button:
Zur Begründung von Honorarkürzungen greift der GKV-Spitzenverband auf eine irreführende Prozentbetrachtung zurück: Die angeführte nominelle Steigerung von 52 % gegenüber 33 % bei Fachärzten blendet das deutlich niedrigere Ausgangshonorar aus, sodass die tatsächliche absolute Erhöhung in Euro sogar merklich geringer ausfiel als bei Fachärzten.
Persönliche Einschätzung: Diese selektive Darstellung dient aus meiner Sicht dazu, die öffentliche Debatte bewusst in eine Neiddiskussion zu lenken und Solidarität mit Psychotherapeut:innen gezielt zu unterbinden – ein Vorgehen, das man als bewusste Diskreditierung des gesamten Berufsstandes werten könnte.
Psychotherapeut:innen erzielen pro Stunde nur ca. 50 % des Überschusses von Vergleichsärzten. Für den GKV-Spitzenverband ist das "überdurchschnittlich". Fair?
Patient:innen warten durchschnittlich 5–6 Monate auf einen Therapieplatz. In ländlichen Regionen ist die Lage noch dramatischer.
Auf 100.000 Einwohner:innen kommen in Deutschland nur ca. 60 Psychotherapeut:innen – bei wachsendem Bedarf.
Die Zahl der psychischen Erkrankungen bei jungen Menschen steigt stark. Dennoch gibt es zu wenig Plätze für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Im Vergleich zu anderen OECD-Staaten liegt Deutschland bei der psychotherapeutischen Versorgung nur im Mittelfeld – mit großem Aufholpotenzial.
Lange Wartezeiten führen zu Chronifizierung und staatlicher Abhängigkeit. Heilung ist eine Investition; Krankheitsverwaltung ein Verlustgeschäft.